»mitlandschaftzutunhaben« - Werkvortrag von Johannes Böttger in Wiesbaden

Als Büro mit Kompetenzen in Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur nimmt urbanegestalt die Stadtlandschaft in den Blick. Ihr Ziel ist es, dass für jedes Projekt eine Verortung gelingt, in dem Sinne, dass ein »neu gebautes Stück Welt« genau an seinem Ort angebracht und im besten Fall bemerkenswert ist. Dazu gehören das Lesen landschaftlicher Zusammenhänge und der respektvolle Umgang mit Bestehendem – Nutzungsmuster, Topografie, Material, Bäume. Dazu gehört ebenfalls eine Neuerfindung der räumlichen Situation und eine nachhaltige Art der baulichen Umsetzung – Atmosphären, Proportionen und der bauliche Rahmen, in dem Menschen miteinander leben.

Wie kultivieren wir Stadtlandschaft? Urbane Entwicklungen geschehen vor dem Hintergrund vielschichtiger vorhandener Eigenarten und parallel laufender Prozesse. Der Freiraum beinhaltet starke Funktionalität, darf aber nicht auf ein funktionales System reduziert werden. Trotz der Vielzahl an Anforderungen an den Neubau ist in jedem Entwurf des Büros die Bezugnahme zur umliegenden, vorhandenen Eigenart und Schönheit der Umgebung enthalten. Im Vordergrund stehen die Suche nach gut nutzbaren und zugleich bildstarken Freiräumen. Alle städtebaulichen Typologien sollen einen Mehrwert erzeugen, indem die Menschen darin mit Landschaft zu tun haben.

Die starken funktionalen Systeme der Moderne zu transformieren ist eine Aufgabe für Generationen. Der Vortrag des Landschaftsarchitekten Johannes Böttger schildert anhand von Projektbeispielen die Suche nach Lösungen für diese Aufgabe.

Text: Wiesbadener Architekturzentrum e.V.

Donnerstag, 16. April 2026
Vortrag „mitlandschaftzutunhaben“, 19 Uhr
Künstlerverein, Walkmühle 3, 65195 Wiesbaden

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