Buildings on Standby. Stitching the Post-Socialist Cityscape - Buchvorstellung in Halle (Saale)
Buildings on Standby. Stitching the Post-Socialist Cityscape von Hendrikje Alpermann beschreibt die leerstehenden Hochhäuser A–E in Halle-Neustadt als Orte mit ungewisser Zukunft, an denen die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der Stadtplanung nach dem Sozialismus verhandelt werden. Seit mehr als 20 Jahren stehen vier der fünf Hochhäuser leer und befinden sich im Standby-Modus – in einem Zustand zukunftsorientierter Verfügbarkeit und als umkämpfter Raum zwischen Stilllegung und Reaktivierung.
An der Schnittstelle von Akteur-Netzwerk-Theorie und ethnografischer Stadtforschung untersucht die Studie diesen Zustand in seinen zeitlichen, materiellen und politischen Dimensionen. Sie zeigt, dass Gebäude im Standby-Modus viel Energie kosten, Risiken bergen und zu einem Verhandlungsobjekt für Vertrauen und Verantwortung werden. Das Buch eröffnet neue Perspektiven auf schrumpfende Städte, Zwischenräume und städtischen Wandel – im und über den postsozialistischen Raum hinaus.
Am Freitag, 30. Oktober 2026, stellt Alpermann ihr Buch in Halle vor. Riccarda Cappeller und Constantin Melczer zeigen ihren Film neustadt (werkleitz 2025). Gemeinsam sprechen sie über die Transformationen von Halle-Neustadt. (Text: adocs Verlag)
Freitag, 30. Oktober 2026
Buchpräsentation, 18 Uhr
